Wie sind Einzelpersonen von Cyberkriminalität betroffen?Die folgenden Beispiele sind aus dem echten Leben gegriffen.Erfahren Sie mehr über die Grundlagen des Internetschutzes, um kein Opfer der Cyberkriminalität werden.
Sandra ist der Meinung, dass sie sich mit Computern gut auskennt und glaubt, dass für sie aus den folgenden Gründen nur ein geringes Risiko besteht, ein Opfer von Internet-Betrügern zu werden:
Sandra ist ziemlich gut geschützt, oder?
Der Schein trügt.Letzten Sommer hörte sie in der Arbeit von einer neuen Browser-Sicherheitslücke im Internet Explorer. Die Lage war so ernst, dass die IT-Abteilung noch am selben Tag Notfall-Patches an alle Computer der Firma verteilte.Zu Hause wollte sie sicherstellen, dass auch ihr privater Computer geschützt war, also ging sie ins Internet, um sich über die Sicherheitslücke schlau zu machen und zu sehen, ob sie geschützt war.
Mit Hilfe einer häufig verwendeten Suchmaschine stieß sie auf eine Website, die nicht nur Informationen über die Sicherheitslücke zur Verfügung stellte, sondern auch einen Patch anbot, der automatisch heruntergeladen werden konnte.Sandra las sich die Informationen durch, doch sie entschied sich gegen den Download, da sie wusste, dass Daten nur von autorisierten Quellen heruntergeladen werden sollten. Anschließend lud sie den offiziellen Patch von Microsoft herunter.
Was also ist falsch gelaufen?
Während Sandra auf der ersten Website Informationen über die Sicherheitslücke sammelte, machte der kriminelle Designer der Website von eben dieser Sicherheitslücke auf ihrem Computer Gebrauch. Tatsächlich wurde, als sie auf "Nein" klickte (um den angebotenen Download abzulehnen), ohne ihr Wissen ein kleines, aber wirksames Crimeware-Programm automatisch auf ihrem Computer installiert.
Bei dem Programm handelte es sich um einen Tastenaufzeichner (Keystroke Logger).Zum selben Zeitpunkt erhielt der Besitzer der Website bereits eine Benachrichtigung, dass der Tastenaufzeichner unbemerkt auf Sandras Computer installiert wurde. Das Programm war so konzipiert, dass von diesem Moment an heimlich alle Tastenanschläge aufgezeichnet und an den Besitzer der Website gesendet wurden.Das Programm funktionierte einwandfrei und zeichnete alle von Sandra eingegebenen Daten auf: jede besuchte Website, alle gesendeten E-Mails. Anschließend wurde der gestohlene Text an den Internet-Betrüger weitergeleitet.
Sandra erledigte an diesem Abend auch ihr monatliches Internet-Banking.Als sie sich bei ihrem persönlichen Benutzerkonto anmeldete, zeichnete der Tastenaufzeichner auch diese Tastenanschläge auf, einschließlich aller geheimen Daten: Name der Bank, Benutzername, Kennwort sowie die letzten vier Ziffern ihrer Sozialversicherungsnummer und den Mädchennamen ihrer Mutter. Das System der Bank war sicher und die von ihr eingegebenen Daten wurden verschlüsselt, damit niemand auf die Daten zugreifen konnte. Der Tastenaufzeichner speicherte die Daten jedoch in Echtzeit während der Eingabe – bevor sie verschlüsselt werden konnten – und konnte so die Sicherheitsmaßnahmen umgehen.
Jetzt war es nur eine Frage der Zeit, bis der Name ihrer Bank, ihr Benutzername, ihr Kennwort und der Mädchenname ihrer Mutter im Besitz des Internet-Betrügers waren. Er fügte ihren Namen und die dazugehörigen Daten zu einer langen Namenliste anderer nichtsahnender Benutzer hinzu und verkaufte diese Liste an eine Internetbekanntschaft, die sich darauf spezialisiert hatte, mit gestohlenen Bankdaten illegal Geld abzuheben.Als Sandra einige Wochen später Geld in ihr Konto einzahlte und einen Kontoauszug verlangte, stellte sie zu ihrem Entsetzen fest, dass ihr Bankkonto so gut wie leergeräumt war.Sandra war ein Opfer der Cyberkriminalität geworden.
Diese Geschichte über Cyberkriminalität ist besonders typisch und kommt den meisten Menschen nur allzu bekannt vor.Lesen Sie auch die anderen Geschichten, um mehr über Cyberkriminalität zu erfahren.
Sandras Geschichte
Sandra E. ist eine Personalreferentin aus Miami im US-Bundesstaat Florida.Computer gehören bei ihr seit über zehn Jahren zum Berufsalltag.Am Arbeitsplatz wird ihr Computer von der firmeneigenen IT-Abteilung verwaltet und es gab noch nie Sicherheitsprobleme mit ihrem Arbeitscomputer.Sandra ist der Meinung, dass sie sich mit Computern gut auskennt und glaubt, dass für sie aus den folgenden Gründen nur ein geringes Risiko besteht, ein Opfer von Internet-Betrügern zu werden:
- Sie kauft nie im Internet ein, weil sie nicht riskieren möchte, ihre Kreditkartendaten preiszugeben. Außerdem ist es ihr unangenehm, dass Daten über ihren Einkauf möglicherweise gespeichert werden und daraus ein Profil ihrer Vorlieben und Abneigungen erstellt wird.
- Sie benutzt ihren Computer zu Hause nur zum Senden von persönlichen E-Mails an Freunde und Familie, zum Surfen im Web nach neuen Entwicklungen in ihrer Branche und einmal monatlich zum Internet-Banking auf der Website ihrer Bank.
- Hin und wieder sucht sie im Netz nach anderen Dingen, doch dies kommt nur selten vor.
Sandra ist ziemlich gut geschützt, oder?
Der Schein trügt.Letzten Sommer hörte sie in der Arbeit von einer neuen Browser-Sicherheitslücke im Internet Explorer. Die Lage war so ernst, dass die IT-Abteilung noch am selben Tag Notfall-Patches an alle Computer der Firma verteilte.Zu Hause wollte sie sicherstellen, dass auch ihr privater Computer geschützt war, also ging sie ins Internet, um sich über die Sicherheitslücke schlau zu machen und zu sehen, ob sie geschützt war.
Mit Hilfe einer häufig verwendeten Suchmaschine stieß sie auf eine Website, die nicht nur Informationen über die Sicherheitslücke zur Verfügung stellte, sondern auch einen Patch anbot, der automatisch heruntergeladen werden konnte.Sandra las sich die Informationen durch, doch sie entschied sich gegen den Download, da sie wusste, dass Daten nur von autorisierten Quellen heruntergeladen werden sollten. Anschließend lud sie den offiziellen Patch von Microsoft herunter.
Was also ist falsch gelaufen?
Während Sandra auf der ersten Website Informationen über die Sicherheitslücke sammelte, machte der kriminelle Designer der Website von eben dieser Sicherheitslücke auf ihrem Computer Gebrauch. Tatsächlich wurde, als sie auf "Nein" klickte (um den angebotenen Download abzulehnen), ohne ihr Wissen ein kleines, aber wirksames Crimeware-Programm automatisch auf ihrem Computer installiert.
Bei dem Programm handelte es sich um einen Tastenaufzeichner (Keystroke Logger).Zum selben Zeitpunkt erhielt der Besitzer der Website bereits eine Benachrichtigung, dass der Tastenaufzeichner unbemerkt auf Sandras Computer installiert wurde. Das Programm war so konzipiert, dass von diesem Moment an heimlich alle Tastenanschläge aufgezeichnet und an den Besitzer der Website gesendet wurden.Das Programm funktionierte einwandfrei und zeichnete alle von Sandra eingegebenen Daten auf: jede besuchte Website, alle gesendeten E-Mails. Anschließend wurde der gestohlene Text an den Internet-Betrüger weitergeleitet.
Sandra erledigte an diesem Abend auch ihr monatliches Internet-Banking.Als sie sich bei ihrem persönlichen Benutzerkonto anmeldete, zeichnete der Tastenaufzeichner auch diese Tastenanschläge auf, einschließlich aller geheimen Daten: Name der Bank, Benutzername, Kennwort sowie die letzten vier Ziffern ihrer Sozialversicherungsnummer und den Mädchennamen ihrer Mutter. Das System der Bank war sicher und die von ihr eingegebenen Daten wurden verschlüsselt, damit niemand auf die Daten zugreifen konnte. Der Tastenaufzeichner speicherte die Daten jedoch in Echtzeit während der Eingabe – bevor sie verschlüsselt werden konnten – und konnte so die Sicherheitsmaßnahmen umgehen.
Jetzt war es nur eine Frage der Zeit, bis der Name ihrer Bank, ihr Benutzername, ihr Kennwort und der Mädchenname ihrer Mutter im Besitz des Internet-Betrügers waren. Er fügte ihren Namen und die dazugehörigen Daten zu einer langen Namenliste anderer nichtsahnender Benutzer hinzu und verkaufte diese Liste an eine Internetbekanntschaft, die sich darauf spezialisiert hatte, mit gestohlenen Bankdaten illegal Geld abzuheben.Als Sandra einige Wochen später Geld in ihr Konto einzahlte und einen Kontoauszug verlangte, stellte sie zu ihrem Entsetzen fest, dass ihr Bankkonto so gut wie leergeräumt war.Sandra war ein Opfer der Cyberkriminalität geworden.






